Sonntag, 7. Oktober 2007
Szenen in Ayacucho
Flaniermeile
Die guten alten Kaefer gehoeren ueberall zum Strassenbild
Auftrag: Liebesbriefe?
Tilos neues Haarstudio direkt am Platze!
Naturfarbe (die rote Farbe liefern die Blattlaeuse der Feigenkakteen)

Samstag, 6. Oktober 2007
Nachtrag
Wir schrieben ueber die Verdienste im Schreinerberuf. Eine Aushilfsverkaeuferin erhaelt monatlich 200 Soles im Durchschnitt.
Zum Vergleich: Medizin-, Kosmetikprodukte, Benzin und Elektroartikel sind ebenso teuer wie in Deutschland, wenn nicht sogar teurer.
Zum Vergleich: Medizin-, Kosmetikprodukte, Benzin und Elektroartikel sind ebenso teuer wie in Deutschland, wenn nicht sogar teurer.
La Reina
Maenner "umschwirren" Hildegard "wie Motten das Licht".
Blond(iert), blauaeugig, helle Haut! Ein Flugkartenverkaeufer: "La Reina (Koenigin), ich trage dich auf Haenden!" Ingetraud hingegen passt sich farblich der hiesigen Population an, trotz ekelhaftem Sonnenschutzcremegeschmieres. Inzwischen traegt sie es mit amuesierter Gelassenheit.
Zum Glueck wollte bis jetzt noch keiner mit nach Deutschland!
Blond(iert), blauaeugig, helle Haut! Ein Flugkartenverkaeufer: "La Reina (Koenigin), ich trage dich auf Haenden!" Ingetraud hingegen passt sich farblich der hiesigen Population an, trotz ekelhaftem Sonnenschutzcremegeschmieres. Inzwischen traegt sie es mit amuesierter Gelassenheit.
Zum Glueck wollte bis jetzt noch keiner mit nach Deutschland!
Nervenkitzel: Huancayo - Ayacucho
Artischocke gegen alle Zipperlein
Nahe am Abgrund

Wunderbare Ausblicke


Hildegards Ausspruch: "Wenn wir denn ankommen ..." erhielt in dem Moment Gueltigkeit, als nach 2 Stunden Fahrt aus einer wunderbar ausgebauten, asphaltierten Strasse fuer weitere 6 Stunden eine unbefestigte Schotter- und Sandpiste wurde, die unwesentlich breiter war als der Bus.
Die Nerven wurden strapaziert, vor allem dann, wenn es um Kurven ging, die Felswand hervorhing und die Strasse wegen Erdrutsches oder plaetschernden Baechleins nur noch zu zwei Dritteln bestand. Der Abgrund lockte, der uns einige Meter oder hunderte von Metern in die Tiefe blicken liess.
Fels- und Bergformationen, wie sie schoener nicht sein koennen, bis zum Gipfel Baeume und Kakteen (3000 m und hoeher), eine Schlucht mit roetlich-weissem Gestein und bizarren Felsbrocken entschaedigten fuer den Nervenkitzel. Die "Flieger" wissen nicht, was sie verpassen!
Wie das Leben aber so spielt: Entweder man sitzt auf der falschen Fensterseite oder der Bus wackelt entsetzlich - es gibt kaum Bilder!
Die Nerven wurden strapaziert, vor allem dann, wenn es um Kurven ging, die Felswand hervorhing und die Strasse wegen Erdrutsches oder plaetschernden Baechleins nur noch zu zwei Dritteln bestand. Der Abgrund lockte, der uns einige Meter oder hunderte von Metern in die Tiefe blicken liess.
Fels- und Bergformationen, wie sie schoener nicht sein koennen, bis zum Gipfel Baeume und Kakteen (3000 m und hoeher), eine Schlucht mit roetlich-weissem Gestein und bizarren Felsbrocken entschaedigten fuer den Nervenkitzel. Die "Flieger" wissen nicht, was sie verpassen!
Wie das Leben aber so spielt: Entweder man sitzt auf der falschen Fensterseite oder der Bus wackelt entsetzlich - es gibt kaum Bilder!
Vehiculos und Strassen
Rechts oder links vom Abwassergraben?
Endlich ist das Geschaukel vorbei!

Mototaxi: Zu dritt mit Gepaeck eingequetscht ging es durch die ungeteerten "Strassen" von San Jeronimo. Hin und her schaukelte das Unikum, vor allem in den Kurven bekam es Schlagseite. Wir sahen uns schon umgekippt auf der Seite liegen.
Taxis: "Menschen lassen sich beigen", so sagt man im Allgaeu. Auch das Taxi hat Platz fuer sechs mit Gepaeck, vor allem dann, wenn es noch eine Ladeflaeche gibt. Ploetzliche Aenderungen der Fahrtrichtung sind fuer uns nicht zu durchschauen. Hier war der Grund eine Polizeikontrolle. Schleichwege wurden ausprobiert. Der erste endete an einem riesigen Schlammloch. Der zweite an einer Betonabsperrung, von weitem schon sichtbar. Der dritte endlich fuehrte zum Ziel: zum Busbahnhof, fuenf Minuten vor Abfahrt.
Kleinbus: Natuerlich wird auch hier gequetscht. Man steht mehr oder weniger bequem. Haltebuegel sind nicht so wichtig. Entweder fehlen sie ganz oder man haelt sie ploetzlich in den Haenden, wobei das Uebergewicht, das man dabei bekommt, von anderen aufgefangen wird. Ist der Bus tatsaechlich einmal leer, erfaehrt man die Eigendynamik der Schwerkraft.
Das Radio plaerrt und scheppert in den hoechsten Dezibelstaerken.
Reisebus: Hier wird nicht gequetscht. Der Reisende erhaelt sogar einen Sitzplatz zugewiesen. Der Luxus dieser Reiseart besteht im Erfrieren (Klimaanlage an) oder in einem Kreislaufkollaps wegen Ueberhitzung, Einatmung von Dueften unbeschreiblichen Ausmasses und Sauerstoffmangel (Klimaanlage aus).
Die Anpreisung von bisher ausschliesslich medizinischen Produkten (alles hilft gegen alles: Prostata, Menopause, grippale Infekte), Aufklaerung eingeschlossen, ist ein wahrer Genuss. Und keiner kann Reissaus nehmen!
Damit es dem Gast nach diesen Vorfuehrungen nicht doch langweilig werden koennte, werden als Kroenung Gewaltvideos gezeigt.
Ob Gequetsche, Laerm, Redeschwall oder Horrorszenen - die Leute nehmen alles hin: stoisch, traege, schwatzend, aber vor allem schlafend.
Taxis: "Menschen lassen sich beigen", so sagt man im Allgaeu. Auch das Taxi hat Platz fuer sechs mit Gepaeck, vor allem dann, wenn es noch eine Ladeflaeche gibt. Ploetzliche Aenderungen der Fahrtrichtung sind fuer uns nicht zu durchschauen. Hier war der Grund eine Polizeikontrolle. Schleichwege wurden ausprobiert. Der erste endete an einem riesigen Schlammloch. Der zweite an einer Betonabsperrung, von weitem schon sichtbar. Der dritte endlich fuehrte zum Ziel: zum Busbahnhof, fuenf Minuten vor Abfahrt.
Kleinbus: Natuerlich wird auch hier gequetscht. Man steht mehr oder weniger bequem. Haltebuegel sind nicht so wichtig. Entweder fehlen sie ganz oder man haelt sie ploetzlich in den Haenden, wobei das Uebergewicht, das man dabei bekommt, von anderen aufgefangen wird. Ist der Bus tatsaechlich einmal leer, erfaehrt man die Eigendynamik der Schwerkraft.
Das Radio plaerrt und scheppert in den hoechsten Dezibelstaerken.
Reisebus: Hier wird nicht gequetscht. Der Reisende erhaelt sogar einen Sitzplatz zugewiesen. Der Luxus dieser Reiseart besteht im Erfrieren (Klimaanlage an) oder in einem Kreislaufkollaps wegen Ueberhitzung, Einatmung von Dueften unbeschreiblichen Ausmasses und Sauerstoffmangel (Klimaanlage aus).
Die Anpreisung von bisher ausschliesslich medizinischen Produkten (alles hilft gegen alles: Prostata, Menopause, grippale Infekte), Aufklaerung eingeschlossen, ist ein wahrer Genuss. Und keiner kann Reissaus nehmen!
Damit es dem Gast nach diesen Vorfuehrungen nicht doch langweilig werden koennte, werden als Kroenung Gewaltvideos gezeigt.
Ob Gequetsche, Laerm, Redeschwall oder Horrorszenen - die Leute nehmen alles hin: stoisch, traege, schwatzend, aber vor allem schlafend.
Beim Stierkampf
Beinahe wie in der Kindheit - bei Consuelo und Juan
Gewaschen wurde mit kaltem Wasser, entweder am Brunnen im Innenhof oder mit auf dem Herd heiss gemachtem Wasser in Kuebeln.
Vorsichtig gingen wir um mit lockeren Steckdosen, Lichtschaltern und wirr herumhaengenden Elektrokabeln.
Gingen wir nachts dringenden Beduerfnissen nach, bemuehten wir uns vergeblich, ueber den knarrenden Holzfussboden zu schleichen, um zur Toilette im Hof zu gelangen.
Auch am letzten Abend gaben Bernhard und Bianca (fuer Comicabstinenzler: Maeuse) ihr Allerbestes und tanzten nicht nur auf dem Dach.
Beim Fruehstueck streckten wir teilweise die Waffen: fette Suppe, Huehnchen oder Schweinefleisch am fruehen Morgen war doch nicht ganz unsere Sache!
Gegen heisse Schokolade, angeruehrt mit Kondensmilch und Wasser, dazu Reiseinlage, konnten wir uns nicht wehren.
Zum Glueck gab es auch noch Broetchen, Kaese, Oliven, Kartoffeln, Kuchen, Kekse und Tee.
Vorsichtig gingen wir um mit lockeren Steckdosen, Lichtschaltern und wirr herumhaengenden Elektrokabeln.
Gingen wir nachts dringenden Beduerfnissen nach, bemuehten wir uns vergeblich, ueber den knarrenden Holzfussboden zu schleichen, um zur Toilette im Hof zu gelangen.
Auch am letzten Abend gaben Bernhard und Bianca (fuer Comicabstinenzler: Maeuse) ihr Allerbestes und tanzten nicht nur auf dem Dach.
Beim Fruehstueck streckten wir teilweise die Waffen: fette Suppe, Huehnchen oder Schweinefleisch am fruehen Morgen war doch nicht ganz unsere Sache!
Gegen heisse Schokolade, angeruehrt mit Kondensmilch und Wasser, dazu Reiseinlage, konnten wir uns nicht wehren.
Zum Glueck gab es auch noch Broetchen, Kaese, Oliven, Kartoffeln, Kuchen, Kekse und Tee.
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